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Hersteller:Pantheon Books

Maus I & II Paperback Box Set

von Art Spiegelman

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Maus 40th Anniversary Boxed Set  

Text und Kunst: Art Spiegelman
Die Ausgabe beinhaltet Material aus RAW Vol. 1 # 2-Vol. 2 # 3 und ein gebundenes Folio mit Werken von Art Spiegelman, das zu MAUS führt und zurückblickt.
304 Seiten (in zwei kartonierten Bänden)
Originalpreis: $ 33,90

WINNER 1992 Pulitzer Prize

Ein brutal bewegendes Kunstwerk, das weithin als die größte je geschaffene graphic novel gefeiert wird, erzählt Maus von den erschütternden Erlebnissen des Vaters des Autors während der nationalsozialistischen Diktatur, wobei Juden als Mäuse mit großen Augen und Nazis als bedrohliche Katzen dargestellt werden.

Maus ist eine eindringliche Geschichte in einer Geschichte, die den Bericht des Autors über seine gequälte Beziehung zu seinem alternden Vater zu einer erstaunlichen Nacherzählung einer der unaussprechlichsten Tragödien der Geschichte verwebt. Es ist eine unvergessliche Geschichte des Überlebens und ein entwaffnender Blick auf das Erbe des Traumas.

Diese kartonierte Ausgabe der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten graphic novel wurde in seinem ursprünglichen zweibändigen Format wiederveröffentlicht und beinhaltet "The Past Hangs Over The Future", ein exklusives sechzehnseitiges, vom Künstler gestalteten booklet, dass nur in dieser Ausgabe erscheint.

Maus wird als "die ergreifendste und erfolgreichste Erzählung, die je über den Holocaust gemacht wurde" (Wall Street Journal) gefeiert und gilt als "das erste Meisterwerk der Comic-Geschichte" (The New Yorker).

Hier gibt es eine Leseprobe.


In Maus I: My Father Bleeds History hat Art Spiegelman gleichzeitig die Grenzen einer literarischen Form erweitert und einen neuen Weg gefunden, sich den Holocaust vorzustellen – ein Ereignis, das gemeinhin als unvorstellbar beschrieben wird. Die Form ist der Comic, der einst als Unterhaltung für Kinder abgetan und als nur für Slapstick-Komödien, Action-Abenteuer oder grafischen Horror geeignet angesehen wurde. Und obwohl „Maus“ Elemente von Humor und Spannung enthält, ist der darin geschilderte Schrecken weitaus schlimmer als alles, was man auf den Seiten von Stephen King antrifft: Es ist ein Schrecken, der tatsächlich stattgefunden hat; ein Schrecken, der von echten Menschen an Millionen anderer echter Menschen verübt wurde; ein Schrecken, dessen Betrachtung uns unweigerlich dazu zwingt, uns zu fragen, wozu Menschen fähig sind – und was sie überleben können.

Maus hat das wahre Wesen dieses Rätsels erkannt, indem es seine Protagonisten als Tiere inszeniert – Mäuse, Katzen, Schweine und Hunde. Wie Spiegelman sagte (in einem Interview in The New Comics, S. 191): „Die Verwendung dieser Symbole, der Katzen und Mäuse, ist eigentlich ein Weg, um hinter das Symbol zu blicken und die Menschen zu sehen, die das Erleben.“
Als Maus erstmals als dreiseitiger Comicstrip in einer Underground-Anthologie erschien, wurden die Begriffe „Nazi“ und „Jude“ nie erwähnt. Spiegelmans Tiere ermöglichen es den Lesern, die Frage zu umgehen, was Menschen tun können oder nicht, und zwingen sie zugleich, sich ihr direkter zu stellen. Seine jüdischen Mäuse sind eine bissige Antwort auf Hitlers Aussage: „Die Juden sind zweifellos eine Rasse, aber sie sind keine Menschen.“ Seine katzenartigen Nazis erinnern uns daran, dass die Brutalität der Deutschen im Grunde nicht erklärbarer war als die subtile Grausamkeit von Katzen, die mit ihrer Beute spielen. Und obwohl Vladek Spiegelman und seine Familie anfangs sogar menschlicher erscheinen als der Rest von uns, werden sie im Verlauf der Geschichte immer tierischer: Sie werden in immer tiefere Verstecke getrieben, suchen nach immer knapper werdenden Nahrungsresten und verraten alle Bindungen, die wir mit Menschlichkeit verbinden.

Viele Bücher und Filme über den Holocaust scheitern an dessen Unermesslichkeit: Die Menschen, die darin verwickelt waren, verschmelzen zu einer gesichtslosen Masse aus Opfern und Tätern. Doch Maus ist die ganz persönliche Geschichte eines Überlebenden, Vladek Spiegelman, eines jungen Mannes, der seine Geliebte schlecht behandelte und möglicherweise aus finanziellen Gründen heiratete, den wir erstmals in seinem starrköpfigen, geizigen und ärgerlich manipulativen Alter erleben. Gerade weil er kein Heiliger ist, ist das, was Vladek widerfährt, umso schrecklicher.
Und der Comic ist von Natur aus ein besonderes Medium, in dem selbst die kleinsten Hintergrunddetails eine eigene Geschichte erzählen. Schüler, die Maus lesen, werden am Ende wissen, wie der Schwarzmarkt im Ghetto funktionierte, wie die Bunker mit ihren falschen Wänden aufgebaut waren und was auf den Stadtplätzen geschah, wo sich polnische Juden geduldig für die Deportation anstellten. Sie werden die Worte auf dem Schild über dem Tor nach Auschwitz kennen: „Arbeit macht frei“.

Darüber hinaus ist Maus die Geschichte der zerrütteten Beziehungen des betagten Vladek zu seinem Sohn Artie, der sowohl eine Figur in diesem Buch als auch dessen Erzähler ist; zu seiner ersten Frau Anja, die sich dreiundzwanzig Jahre nach ihrer Entlassung aus Auschwitz das Leben nahm; und zu seiner langmütigen zweiten Frau Mala, die Artie daran erinnert, dass Vladeks Geiz und seine Paranoia nicht ausschließlich auf seine Leidensgeschichte zurückzuführen sind.
Die Gespräche des betagten Vladek mit seinem Sohn geben der Holocaust-Erzählung einen Rahmen und verleihen ihr zugleich eine ironische Tiefe. Vladek und sein Sohn stehen im Konflikt miteinander, und was zwischen ihnen steht, ist Vladeks unaufgearbeitete Vergangenheit, die bei beiden tiefe Wunden hinterlassen hat. Maus trägt den Untertitel "a survivor’s tale", und der Überlebende ist nicht nur Vladek, sondern auch sein Sohn.

Copyright © 1994 by PANTHEON BOOKS


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